[
  {
    "id": "WAAI-2026-P01",
    "nummer": 1,
    "ordinal": "Erste",
    "titel": "Das KI-Argument bleibt 2027 in den Vereinigten Staaten ein Kündigungsgrund der ersten Reihe, während die amtlich gemessene Wirkung klein bleibt.",
    "text": "Die Technologie wird in der Kündigungsstatistik von Challenger, Gray & Christmas auch im Jahr 2027 in mindestens sechs Monaten zu den drei meistgenannten Gründen gehören, und zugleich werden in der Unternehmensbefragung des amerikanischen Census Bureau weiterhin weniger als 10 Prozent der KI-nutzenden Unternehmen eine gesunkene Beschäftigtenzahl melden. Die Prognose ist eine Wette darauf, dass die Story und die Messung sich weiter auseinanderentwickeln, weil das KI-Argument ein Instrument der Kapitalmarktkommunikation ist und keine Beschreibung der Betriebe. Geprüft wird an den Monatsberichten von Challenger und am nächsten KI-Zusatzmodul des Business Trends and Outlook Survey.",
    "pruefung": "Geprüft wird an den Monatsberichten von Challenger und am nächsten KI-Zusatzmodul des Business Trends and Outlook Survey.",
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 678,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Erste Prognose (WAAI-2026-P01). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P02",
    "nummer": 2,
    "ordinal": "Zweite",
    "titel": "Mindestens drei namhafte Unternehmen revidieren bis zum Herbst 2027 öffentlich einen mit künstlicher Intelligenz begründeten Einstellungsstopp am Berufseinstieg.",
    "text": "Die ausgedünnte eigene Nachwuchsbasis und die Verteuerung erfahrener Fachkräfte erzwingen den Kurswechsel, und er wird nicht leise vollzogen, sondern als Programm angekündigt, wie es Cognizant und EY 2026 bereits vorgemacht haben. Als Treffer zählt, wenn ein Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten öffentlich ankündigt, eine frühere, mit der Technologie begründete Reduktion der Einstiegsstellen ausdrücklich zurückzunehmen oder umzukehren; Programme, denen nie ein Stopp vorausging, zählen nicht.",
    "pruefung": null,
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 680,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Zweite Prognose (WAAI-2026-P02). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P03",
    "nummer": 3,
    "ordinal": "Dritte",
    "titel": "Der amerikanische Einstiegseinbruch zeigt sich auch 2027 in den amtlichen Reihen Deutschlands und Österreichs nicht, und die Verzögerung hält an.",
    "text": "Die Arbeitslosigkeit der unter 25-Jährigen mit Hochschulabschluss wird in beiden Ländern nicht stärker steigen als die Gesamtarbeitslosigkeit, und die Fortschreibung der Schweizer KOF-Messung bleibt der einzige europäische Befund, in dem exponierte Berufe messbar schlechter abschneiden. Die Prognose ist die Verzögerungshypothese aus dem Kapitel zum europäischen Maßstab in prüfbarer Form; sie ist widerlegt, wenn die Bundesagentur für Arbeit oder das Arbeitsmarktservice für 2027 einen überproportionalen Anstieg bei den jungen Akademikern in exponierten Berufen ausweist.",
    "pruefung": null,
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 682,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Dritte Prognose (WAAI-2026-P03). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P04",
    "nummer": 4,
    "ordinal": "Vierte",
    "titel": "Die Pilot-Produktiv-Lücke schließt sich 2027 nicht.",
    "text": "In der jährlichen Befragungsreihe von McKinsey wird der Anteil der Unternehmen, die der Technologie eine Wirkung auf das Betriebsergebnis zuschreiben, unter 45 Prozent bleiben, nach 37 Prozent im Jahr 2026, einem Wert, den McKinsey selbst als gegenüber dem Vorjahr unverändert ausweist. Die Gruppe mit messbarem Ergebnisbeitrag von mindestens 5 Prozent wird unter 10 Prozent bleiben, nach rund 6 Prozent. Die Verbreitung wird weiter wachsen, die Wirkung nicht im selben Maß, weil die Organisationen langsamer lernen, als die Anbieter liefern. Geprüft wird an der Ausgabe 2027 derselben Reihe, mit der Einschränkung, dass es sich um Selbstauskünfte aus der Befragung einer Beratung handelt, die Umbauprogramme verkauft.",
    "pruefung": "Geprüft wird an der Ausgabe 2027 derselben Reihe, mit der Einschränkung, dass es sich um Selbstauskünfte aus der Befragung einer Beratung handelt, die Umbauprogramme verkauft.",
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 684,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Vierte Prognose (WAAI-2026-P04). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P05",
    "nummer": 5,
    "ordinal": "Fünfte",
    "titel": "Mindestens fünf namhafte Unternehmen im deutschsprachigen Raum kündigen bis zum Herbst 2027 eine Reorganisation an, die Einheiten nach Themen und Ergebnissen statt nach Funktionen gliedert.",
    "text": "Die Organisation der Zukunft, die dieses Jahr als Zielbild von Beratungen, Marktforschern und Werkzeuganbietern beschrieben wird, erreicht die Praxis zuerst in Unternehmen mit hohem Anteil an Wissensarbeit und geringer Regulierung, und sie wird dort öffentlich angekündigt, weil sie sich als Standortvorteil vermarkten lässt. Als Treffer zählen angekündigte Reorganisationen, in denen kleine Einheiten die Verantwortung für den gesamten Ablauf übernehmen, und die entsprechenden Antworten im Vorstands-Puls 2027, in den die Frage nach der Aufteilung der Arbeit als Kernfrage aufgenommen wird.",
    "pruefung": null,
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 688,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Fünfte Prognose (WAAI-2026-P05). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P06",
    "nummer": 6,
    "ordinal": "Sechste",
    "titel": "Mindestens ein öffentlich sichtbarer Großversuch, die Hierarchien abzuflachen und die Organisation auf KI-Akteure auszurichten, wird bis zum Herbst 2027 teilweise zurückgenommen.",
    "text": "Metas Project OT ist 2026 der erste dokumentierte Fall, und er wird nicht der letzte bleiben, weil sich die gestrichene Koordinationsarbeit in den meisten Fällen als stillschweigend verlagert und nicht als eingespart erweist, nach dem Muster von Zappos und Medium. Als Treffer zählt die öffentliche Rücknahme oder Aussetzung eines angekündigten Hierarchieabbaus durch ein Unternehmen mit mehr als 10.000 Beschäftigten; die bloße Verlangsamung zählt nicht.",
    "pruefung": null,
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 690,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Sechste Prognose (WAAI-2026-P06). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P07",
    "nummer": 7,
    "ordinal": "Siebte",
    "titel": "Die Schere zwischen Produktivität und Löhnen öffnet sich in den ersten Jahren der Technologie weiter.",
    "text": "In den amerikanischen Reihen des Economic Policy Institute und des Bureau of Labor Statistics wird die Produktivität 2026 stärker wachsen als der Stundenlohn typischer Beschäftigter. Im deutschsprachigen Raum wird sich die Spreizung zwischen Berufsanfängern und Erfahrenen in den Lohnerwartungen der Unternehmen bei einer Wiederholung der Befragung nicht verringern; das ifo Institut hat diese Spreizung 2026 erstmals gemessen. Die Prognose bringt die Verteilungsfrage des Schlusskapitels in prüfbare Form, und sie ist widerlegt, wenn die Löhne 2026 mit der Produktivität Schritt halten.",
    "pruefung": null,
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 692,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Siebte Prognose (WAAI-2026-P07). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P08",
    "nummer": 8,
    "ordinal": "Achte",
    "titel": "Das KI-Argument kommt 2027 im deutschsprachigen Raum nicht an. Kein Unternehmen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz mit mehr als 10.000 Beschäftigten begründet bis Ende 2027 einen Abbau von mehr als 1.000 Stellen in erster Linie mit künstlicher Intelligenz.",
    "text": "Was in den Vereinigten Staaten seit 2025 zur Kapitalmarktkommunikation gehört, bleibt im deutschsprachigen Raum aus, und zwar nicht, weil die Technologie hier weniger genutzt würde, sondern weil das Argument hier nichts einbringt. Wo ein Abbau mit einem Betriebsrat verhandelt, in einem Sozialplan beziffert und vor Arbeitsgerichten begründet werden muss, ist die Berufung auf die Technologie eine schlechte Begründung, denn sie lädt zur Nachfrage ein, welche Aufgabe die Maschine denn genau übernommen habe. Der Abbau, der 2027 kommt, wird mit Konjunktur, Kosten, Standort und Umbau begründet, so wie SAP seine Restrukturierung von rund 10.000 Stellen als Neuausrichtung geführt und im Juli 2026 an Einstellungen, Reisen und Lieferanten gespart hat, um die eigene KI-Offensive zu finanzieren, ohne einen einzigen Arbeitsplatz der Technologie zuzuschreiben, und so wie Ingka 8.500 Callcenter-Beschäftigte umgeschult hat, statt sie zu entlassen. Geprüft wird an den Pflichtmitteilungen der börsennotierten Unternehmen, an den Pressemitteilungen zu Restrukturierungen und an den öffentlich gewordenen Sozialplänen und Massenentlassungsanzeigen des Jahres 2027. Als Gegenfall zählt nur, wenn das Unternehmen selbst in seiner Mitteilung die Technologie als Hauptgrund nennt, nicht, wenn die Presse sie ihm zuschreibt; ein einziger Gegenfall widerlegt die Prognose.",
    "pruefung": "Geprüft wird an den Pflichtmitteilungen der börsennotierten Unternehmen, an den Pressemitteilungen zu Restrukturierungen und an den öffentlich gewordenen Sozialplänen und Massenentlassungsanzeigen des Jahres 2027. Als Gegenfall zählt nur, wenn das Unternehmen selbst in seiner Mitteilung die Technologie als Hauptgrund nennt, nicht, wenn die Presse sie ihm zuschreibt; ein einziger Gegenfall widerlegt die Prognose.",
    "zieljahr": 2027,
    "quellen": [],
    "zeile": 694,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Achte Prognose (WAAI-2026-P08). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  },
  {
    "id": "WAAI-2026-P09",
    "nummer": 9,
    "ordinal": "Neunte",
    "titel": "Der berufliche Gender Gap bei generativer KI schließt sich 2026 nicht.",
    "text": "In der Eurostat-Statistik zur IKT-Nutzung in Haushalten nutzen Männer in Deutschland generative KI im Beruf um 29 Prozent häufiger als Frauen, 18 gegen 14 Prozent. In der Jahreszahl für 2026, die Eurostat im Dezember 2026 veröffentlicht, bleibt dieser Vorsprung über 20 Prozent, und zwar obwohl die 16- bis 24-jährigen Frauen 2025 schon vor den gleichaltrigen Männern liegen. Der Abstand entsteht im Betrieb, und die Betriebe organisieren die Qualifizierung 2026 nicht schnell genug um, als dass ein einzelner Jahrgang ihn schließen könnte. Gemessen wird am Verhältnis der beruflichen Nutzungsquoten von Männern und Frauen zwischen 16 und 74 Jahren; die Prognose ist widerlegt, wenn der Vorsprung der Männer auf 20 Prozent oder darunter fällt. Österreich läuft als Kontrollreihe mit, dort lag der Vorsprung 2025 bei 30 Prozent.[6]",
    "pruefung": null,
    "zieljahr": 2026,
    "quellen": [
      6
    ],
    "zeile": 696,
    "zitat": "Kürner, Gerhard (2026): Work After AI 2026. Der große Irrtum vom Jobkiller KI. Work After AI, Ausgabe 2026, Fassung 1.2, Neunte Prognose (WAAI-2026-P09). Wels: Kuerner Group GmbH. DOI 10.5281/zenodo.22862384.",
    "fassung": "1.2"
  }
]
