Begriffe von Work After AI
Work After AI verwendet einige Begriffe in einer festen Bedeutung. Sie stehen hier mit ihrer Definition, damit sie sich eindeutig zitieren lassen. Zum Report: Work After AI 2026.
- Die drei Kräfte
- Der Ordnungsrahmen des Reports. Die Schlagzeile vom Jobkiller KI verschmilzt drei Vorgänge, die verschiedene Ursachen haben und in verschiedenem Tempo ablaufen: das KI-Argument, die Karrierelücke am Berufseinstieg und den langen Umbau. Der Report trennt sie und prüft jeden an eigenen Belegen.
- Das KI-Argument
- Stellenabbau, der öffentlich mit künstlicher Intelligenz begründet wird, dessen Ursache aber meist woanders liegt, etwa in der Korrektur einer Überbesetzung aus den Jahren des billigen Geldes. Die Begründung kommt am Kapitalmarkt besser an als ein schlichter Sparbeschluss. Die erste und lauteste der drei Kräfte, kurzfristig und im Takt der Quartale.
- Die Karrierelücke am Berufseinstieg
- Der Rückgang der Einstellungen junger Berufseinsteiger in den Berufen, die der KI am stärksten ausgesetzt sind, während Erfahrene in denselben Berufen stabil bleiben oder zulegen. Gemeint ist nicht die Lücke im Lebenslauf. Die Ursache ist umstritten: Die Technologie, die Zinswende von 2022 und das Homeoffice kommen infrage. Die zweite der drei Kräfte, mittelfristig.
- Der lange Umbau
- Die tatsächliche Wirkung der Technologie in den Unternehmen: die langsame Umarbeitung von Abläufen und der Aufbau des Wissens, mit dem eine Organisation künstliche Intelligenz im täglichen Betrieb einsetzt. Die dritte und folgenreichste der drei Kräfte, langfristig und von außen kaum sichtbar.
- Die Pilot-Produktiv-Lücke
- Der Abstand zwischen dem, was an künstlicher Intelligenz eingekauft und erprobt wird, und dem, was davon im täglichen Betrieb wirklich funktioniert.
- Die Produktivquote (ab 2027)
- Die Leitkennzahl des Reports: der Anteil der Unternehmen, in denen mindestens ein KI-System im Regelbetrieb eine Kernaufgabe übernimmt, außerhalb von Pilot, Test und Einzelinitiative. Sie wird ab der Ausgabe 2027 gemessen.
- Der DACH-Vorstands-Puls (ab 2027)
- Ein fester Katalog von Kernfragen, der jedes Jahr in derselben Form gestellt wird. Fragebogen, Teilnehmerzahl und Feldzeit werden mit jeder Ausgabe veröffentlicht.
- Die Vergleichsmarken
- Datierte Prognosen von Anbietern, Marktforschern und Forschern, die der Report mit Absender, Zieljahr und Eigeninteresse archiviert und im Folgejahr zusammen mit den eigenen Prognosen benotet.
